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Fachpresse, 15.06.2015, 15:41

ThyssenKrupp schließt Kooperationsvertrag mit der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest

  • Zusammenarbeit bei automobilen Softwareanwendungen vereinbart
  • Angebot von Vorlesungsreihen sowie Praktikums- und Diplomandenstellen
  • Gezielte Einbindung von Studierenden der Elektrotechnik und Informatik in Entwicklungsprojekte des Unternehmens

Das Softwareentwicklungszentrum von ThyssenKrupp in Ungarn und die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest haben heute eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht eine stärkere Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Softwareanwendungen für die Automobilindustrie vor. Der Fokus liegt dabei auf Softwarelösungen für Lenkungstechnologie. ThyssenKrupp entwickelt am Standort Budapest Lenkungssoftware für elektro-mechanische Lenksysteme für die internationale Automobilindustrie.

Marc de Bastos Eckstein, Geschäftsführer des Software-Entwicklungszentrums von ThyssenKrupp in Budapest: „Seit vielen Jahren pflegen wir einen regen wissenschaftlichen Austausch mit der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest. Mit der heute geschlossenen Kooperation wollen wir diesen Austausch intensivieren und auf neue Forschungsbereiche ausdehnen. Von der Zusammenarbeit mit unseren Experten in dem wohl dynamischsten Entwicklungsbereich der Automobilindustrie werden die Studierenden in hohem Maße profitieren. Aber auch wir erhoffen uns durch die nun institutionalisierte Einbindung von jungen Elektrotechnik- und Informatikingenieuren neue Impulse für die Weiterentwicklung unsere Produkte“.

Die Kooperation sieht die Einführung von Vorlesungsreihen vor genauso wie das Angebot von jährlichen Praktikums- und Diplomandenstellen sowie konkrete Forschungsprojekte zur Erprobung und Weiterentwicklung von Softwareanwendungen. Dafür soll an der Universität auch ein Softwarelabor mit rund zwanzig IT-Arbeitsplätzen eingerichtet werden. Dort können die Studierenden mit den gängigen Softwareprogrammen für die Automobilindustrie arbeiten.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir die Partnerschaft mit ThyssenKrupp mit der heute geschlossenen Vereinbarung auf eine neue und feste Grundlage stellen. Das Entwicklungszentrum von ThyssenKrupp in Budapest gehört zu den besten Adressen für Lenkungstechnologie in Europa und ist ein Aushängeschild für Engineering-Leistung in Ungarn. Die Geschwindigkeit, mit der sich Softwareanwendungen besonders im Automobilbau verändern, ist enorm. Die Kooperation mit ThyssenKrupp eröffnet uns und unseren Studenten neue Möglichkeiten diese spannende Entwicklung aktiv im industriellen Umfeld mit zu begleiten“, erläutert Prof. Dr. Gábor Péceli, Rektor der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest.

In dem Entwicklungszentrum in Budapest bündelt ThyssenKrupp die komplette Soft-und Hardwareentwicklung für elektromechanische Lenkungen. Mit dieser jüngsten Weiterentwicklung im Lenkungsgeschäft des Unternehmens sind hohe Markt- und Wachstumschancen verbunden, da immer mehr Automobilhersteller auch in den volumenstarken Mittel- und Kleinwagensegmenten auf diese Lenkungstechnologie setzen. Der Vorteil dieser Technologie: Elektromechanische Lenkungen sind energieeffizienter als konventionelle hydraulische Lenksysteme. Sie ermöglichen je nach Fahrzeug Kraftstoffeinsparungen von bis zu zehn Prozent. Zudem sind sie eine technologische Voraussetzung für alle elektronischen Fahrerassistenzsysteme, wie zum Beispiel Parkassistenz, Spurerkennung und Abstandswarnung.

Darüber hinaus forscht ThyssenKrupp an neuen Lenkungstechnologien, wie zum Beispiel Steer-by-Wire-Systemen. Im Rahmen des breit angelegten Forschungs- und Entwicklungsprojekts „InCar plus“ hat ThyssenKrupp bereits ein Steer-by-Wire-Versuchsfahrzeug aufgebaut. Steer-by-Wire-Systeme kommen ohne durchgehende mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern aus und werden zukünftig neue Lenk- und Assistenzfunktionen im Fahrzeug ermöglichen, die das Autofahren sicherer und komfortabler machen. Außerdem fügen sich Steer-by-Wire-Systeme flexibler in die Fahrzeugarchitektur ein, bieten zudem die Möglichkeiten, die Variantenvielfalt von Lenksystemen zu reduzieren und neuen Bauraum zu schaffen.

ThyssenKrupp in der Automobilindustrie

ThyssenKrupp ist weltweit einer der führenden Werkstoff- und Komponentenzulieferer für die Automobilindustrie. In neun von zehn Pkw der Premiumklasse sind Komponenten des Unternehmens verbaut. In jedem dritten Lkw befinden sich Antriebskomponenten von ThyssenKrupp. Der Umsatz, den ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2013/2014 im Automobilsektor erzielt hat, liegt bei rund 9,5 Milliarden Euro. Zu den Kunden zählen nahezu alle großen Automobilhersteller.

ThyssenKrupp Business Unit Steering

Die Business Unit Steering von ThyssenKrupp ist einer der weltweit größten Hersteller von Lenksäulen und Lenksystemen. Das Produktionsspektrum reicht von der Fertigung von Lenkungskomponenten aus der Massivumformung bis hin zu vollständigen mechanischen, hydraulischen und elektrischen Lenksystemen. Die Business Unit gehört zum Geschäftsbereich Components Technology und betreibt weltweit 16 Fertigungs- und Entwicklungsstandorte in Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Ungarn, Polen, Mexiko, Brasilien, China und den USA. Insgesamt beschäftigt die Business Unit derzeit rund 7.000 Mitarbeiter.

ThyssenKrupp Business Area Components Technology

ThyssenKrupp produziert mit rund 29.000 Mitarbeitern weltweit Hightech-Komponenten für die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Im Automobilsektor reicht die Produktpalette von gebauten Nockenwellen und Zylinderkopfmodulen mit integrierten Nockenwellen über Kurbelwellen, Lenkungs- und Dämpfersystemen bis hin zu Federn und Stabilisatoren sowie der Montage von Achsmodulen. Im Industriebereich liefert ThyssenKrupp Komponenten für Baumaschinen, Windkraftanlagen und zahlreiche Anwendungen des allgemeinen Maschinenbaus. Die Business Area Components Technology erreichte im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz in Höhe von 6,2 Milliarden Euro.

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