Skip Navigation

Tagespresse , 11.08.2015, 15:57

Ministerpräsident Tillich zu Besuch bei ThyssenKrupp in Chemnitz

  • Anerkennung für Innovationskraft und Ausbildungsstandards des Automobilzulieferwerks
  • Betrieb ist unter den Gewinnern des diesjährigen Sächsischen Staatspreises für Innovation
  • IHK-Auszeichnung als „vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“

Der Sächsische Ministerpräsident, Stanislaw Tillich, hat heute das Automobilzulieferwerk von ThyssenKrupp in Chemnitz besucht. Im Rahmen von regelmäßigen Gesprächen mit der Wirtschaft im Freistaat Sachsen nutzte der Ministerpräsident die Gelegenheit zum Informationsaustausch mit der lokalen Geschäftsführung von ThyssenKrupp. Während eines Werkrundgangs konnte er sich dabei ein Bild über die Produktionsprozesse, Innovationskraft und den Ausbildungsstandard des Unternehmens verschaffen. ThyssenKrupp entwickelt und produziert am Standort Chemnitz Nockenwellentechnologie für Pkw und Nutzfahrzeuge.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich: „Die automobile Zulieferindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Autoland Sachsen. Sie stellt den überwiegenden Teil der über 70.000 Arbeitsplätze in der sächsischen Autoindustrie, die wie kaum eine andere im globalen Wettbewerb steht. In diesem Umfeld kann man nur mit wirklich guten Produkten, hocheffizienten Produktionsprozessen und mit technischen Innovationen bestehen. Diese Herausforderungen begleitet der Freistaat Sachsen mit einer starken Hochschul- und Forschungslandschaft und guten Rahmenbedingungen. ThyssenKrupp hier am Standort Chemnitz agiert in dieser Hinsicht vorbildlich – gerade auch, was die Innovationskraft und die Ausbildung neuer Fachkräfte angeht“.

Der Ministerpräsident gratulierte der Geschäftsführung zum Gewinn des Sächsischen Staatspreises für Innovation. Das Unternehmen hatte in diesem Sommer den dritten Platz im Innovationswettbewerb „futureSAX“ der Staatsregierung belegt. Ausgezeichnet wurde die Entwicklung gebauter Leichtbaunockenwellen für Lkw-Motoren. Durch die Gewichtsreduzierung dieser Komponenten können Treibstoff und damit CO2-Emissionen im Fahrbetrieb reduziert werden.

„Seit der Gründung unseres Unternehmens im Jahr 2006 haben wir einen ganz klaren Fokus auf die Forschungs- und Entwicklungsarbeit gelegt. So verfügen wir hier am Standort Chemnitz über eine eigene Entwicklungsabteilung und entsprechende Einrichtungen. Im Laufe der letzten Jahre haben wir uns so zu einem internationalen Kompetenzzentrum für die Fertigung gebauter Lkw-Nockenwellen entwickelt.

Ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor für uns ist dabei die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter“, erläuterte Frank Riemer-Keller, Geschäftsführer des Nockenwellenwerks von ThyssenKrupp in Chemnitz.

Das Unternehmen beschäftigt am Standort Chemnitz derzeit rund 210 Mitarbeiter und bildet seit Jahren Jugendliche in gewerblich-technischen Ausbildungsberufen, wie Industriemechaniker, Mechatroniker oder Maschinen- und Anlagenführer aus. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres haben wieder fünf neue Azubis ihre Ausbildung bei ThyssenKrupp in Chemnitz begonnen. Die hohe Qualität der Ausbildungsgänge wurde von der Industrie- und Handelskammer Chemnitz bestätigt und das Unternehmen in 2015 wieder als „vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet.

„Wir freuen uns sehr über die beiden jüngsten Auszeichnungen. Zeigen Sie doch, dass mit Innovationskraft und gut ausgebildeten Fachkräften Spitzentechnologie „Made in Sachsen“ wettbewerbsfähig und bei unseren Kunden weltweit erfolgreich ist“, so Riemer-Keller weiter.

ThyssenKrupp ist Weltmarktführer für gebaute Nockenwellen. Allein am Standort Chemnitz werden jährlich rund 4,5 Millionen gebaute Nockenwellen für Pkw und Nutzfahrzeuge hergestellt. Insgesamt produzieren rund 2.500 Mitarbeiter bei ThyssenKrupp an weltweit acht Produktionsstandorten jährlich über 25 Millionen Nockenwellen. In über 100 Millionen Fahrzeugen weltweit befinden sich heute Nockenwellen des Unternehmens.

ThyssenKrupp in der Automobilindustrie

ThyssenKrupp ist weltweit einer der führenden Werkstoff- und Komponentenzulieferer für die Automobilindustrie. In neun von zehn Pkw der Premiumklasse sind Komponenten des Unternehmens verbaut. In jedem dritten Lkw befinden sich Antriebskomponenten von ThyssenKrupp. Der Umsatz, den ThyssenKrupp im Geschäftsjahr 2013/2014 im Automobilsektor erzielt hat, liegt bei rund 9,5 Milliarden Euro. Zu den Kunden zählen nahezu alle großen Automobilhersteller.

ThyssenKrupp Business Area Components Technology

ThyssenKrupp produziert mit rund 29.000 Mitarbeitern weltweit Hightech-Komponenten für die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Im Automobilsektor reicht die Produktpalette von gebauten Nockenwellen und Zylinderkopfmodulen mit integrierten Nockenwellen über Kurbelwellen, Lenkungs- und Dämpfersystemen bis hin zu Federn und Stabilisatoren sowie der Montage von Achsmodulen. Im Industriebereich liefert ThyssenKrupp Komponenten für Baumaschinen, Windkraftanlagen und zahlreiche Anwendungen des allgemeinen Maschinenbaus. Die Business Area Components Technology erreichte im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz in Höhe von 6,2 Milliarden Euro.

nach oben